Time for change

Lange war es ruhig um mich. Seit dem letzten Post sind Monate vergangen und wer hätte gedacht, dass meine letzte Veröffentlichung „Seuchenwahn“ auf einmal zur Realität wird? Crazy! In dem Sinne hoffe ich, es geht euch allen gut, ihr bewältigt die Krise so gut ihr könnt und lasst euch nicht unterkriegen. Traurig zu sehen, wie die Gesellschaft immer weiter auseinanderbricht. In Zeiten, in denen wir zumindest gefühlt viel enger zusammenrücken müssten. Aber darum soll es hier nicht gehen. Nein, heute möchte ich euch verraten, warum bei mir gerade alles unter dem Motto „Time for change!“ steht und was ihr damit zu tun habt. 😉

Zuerst die Schreckensnachricht: Die sechste Whitehill-Mysteries-Episode „Seuchenwahn“ war meine letzte SP-Veröffentlichung. Jetzt die gute Nachricht: Ich hänge nur das Selfpublishing an den Nagel, aber auf keinen Fall das Schreiben! Was heißt das? Ich habe 2016 mit dem Selfpublishing begonnen. Fast vier Jahre hab ich versucht, mich alleine durch den Autorendschungel zu kämpfen. Das ist ein ziemlich harter Kampf. Anfangs konnte ich das gut bewältigen. Ich hab es sogar genossen! Alles alleine machen. Niemand schaut mir auf die Finger. Keiner redet mir rein. Doch im Laufe der Zeit musste ich feststellen, dass der geringste Teil des Selfpublishings das Schreiben selbst ist. Im Gegenteil. Das Marketing ist überwältigend. Ich sag es frei heraus: Du reißt dir deinen Popo auf und landest dennoch nirgendwo. So entwickelte sich in den letzten Jahren ein gewisser Frust bei mir. Mit dem Schreiben kam ich kaum noch hinterher. Eine Veröffentlichung jagte die Nächste. Um sichtbar zu bleiben, hätte ich mehr und mehr Aktionen wie Leserunden etc. starten müssen, doch ich hatte gar keine Zeit dafür. Hier ein Gewinnspiel. Dort eine Themenwoche. Da eine Leserunde. Nebenbei schreiben, überarbeiten, veröffentlichen, brainstormen … So konnte es nicht weitergehen. Ich will doch schreiben! Menschen mit meinen Geschichten verzaubern! Sie aus ihrem Alltag entführen und ihnen ein paar emtionale Karussellfahrten bescheren! Da wurde mir klar, dass die Reise des Selfpublishings für mich zuende geht. Es war aufregend, es war interessant, es war herausfordernd und ich habe unheimlich viel gelernt. Auch dank zahlreicher grandioser Bloggerhasis, die mich zum Großteil schon von Anfang an begleiten.

Manchmal muss man eine Tür schließen und eine neue öffnen. Ende 2019 habe ich diese Entscheidung getroffen. Die Whitehill-Mysteries-Serie ist für meinen Teil abgeschlossen und ich hatte Zeit, meinen neuen Weg zu ebnen. Der führte mich in die Zusammenarbeit mit einer Literaturagentur. Jetzt geht es nicht mehr nur um Amazonbücher, sondern um Printverlage, große Romanprojekte, ausführliche Exposés und vieles mehr. Eine neue Welt in schillernden Farben! Ich kann euch noch keine Details verraten, aber so viel kann ich sagen: Ich arbeite mit der Agentur aktuell an zwei Romanprojekten, mache nebenbei ein knapp dreijähriges Fernstudium zum Thema „Romane schreiben“ und starte demnächst mit einem zusätzlichen Ghostwriting-Projekt. Eine Neuerung jagt die Nächste. Es ist faszinierend. Herausfordernd. Manchmal auch wirklich überwältigend. Aber was ich jetzt vor allem wieder tun kann ist SCHREIBEN. Einfach nur schreiben und mich in den Geschichten, die ich für euch in die Welt entlasse, verlieren.

Ihr werdet also wieder von mir lesen. Auf jeden Fall! Dem Traum, mit meinen Büchern eine größere Leserschaft erreichen zu können, bin ich nun schon einige Schritte näher. Ich möchte wachsen. Ich möchte leben. Ich möchte verzaubern.

Also seid gewiss: Wir hören voneinander. In größerem und intensiverem Ausmaß als bisher.


Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.

Henry Ford