Leseprobe „Whitehill Mysteries: Halloweenfluch“

Auszug auf Kapitel 8

[…]

Was kommt denn da unter meiner Bettdecke hervorgekrochen?

Nein …

Das kann nicht sein!

Unzählige kleine Spinnen sausen über die Matratze! Sie waren alle unter meiner Decke. Unter der ich vorhin geschlafen habe. Das heißt …

Um Gottes willen. Mir wird schlecht. Beim Sprung aus dem Bett und in Richtung Zimmertür, knalle ich auf den Fußboden und sehe die dicke Spinne wieder, die vorhin an meinem Bein gesessen haben muss. Sie sitzt genau vor der Tür. Verdammter Mist! Panisch schaue ich zurück zum Bett, wo noch immer hunderte kleiner, dunkler Punkte über die Matratze sausen, während das Monstervieh direkt vor mir sitzt.

Dalton, Ruhe bewahren!, sage ich mir selbst und versuche mich für einen einzigen Moment zu konzentrieren.

Wenn ich die große Spinne beseitige, kann ich aus dem Raum laufen und meinen Eltern Bescheid sagen.

Der Schuh war schon mal keine gute Idee. Eine andere Waffe muss her!

Nur welche?

Da kommt mir der Einfall des Jahrhunderts! Warum bin ich nicht gleich darauf gekommen? In meinem Schrank steht ein Baseballschläger! Der ist perfekt.

Vollgepumpt mit Adrenalin laufe ich hinüber, schiebe die Schranktüren auf und traue meinen Augen kaum.

Was zur Hölle …?

Ich sehe keinen Baseballschläger, keine Klamotten, keine Taschen. Nichts, was sonst in diesem Schrank wäre. Was ich sehe ist eine Art Netz. Wie zu einem Ball geformt und so groß, dass es den gesamten Schrank ausfüllt, hängt es ungefähr auf Kopfhöhe vor mir. Mein gesamter Körper beginnt unkontrolliert zu zittern, als ich erkenne, wer in diesem Netz wohnt und was es in Wirklichkeit ist: Ein Nest! Es wimmelt nur so von kleinen Tieren darin. Massen an Tieren. Hunderte. Vielleicht Tausende. Sie krabbeln umeinander und scheinen dabei immer schneller und wilder zu werden. Der Nestball beginnt zu schwingen. Verformt sich. Biegt sich. Bis er an einer Stelle plötzlich reißt. Mit einem Schwall ergießen sich unzählige Spinnen über meinen Schrank und meinen Fußboden. Einige kommen mir entgegengesprungen. Andere rennen an den Schrankwänden empor. Klettern an die Decke. Oder sausen über den Fußboden. Der helle Teppich ist jetzt nur noch eine einzige, schwarze Masse.

Ich muss hier raus! Sofort!

[…]

Will ich haben!