Ghost Adventures (Mystery-Woche 16.04.2018)

 

Es war ein langweiliger Nachmittag meines Studentenlebens vor ungefähr 5 Jahren, den ich im YouTube verbrachte. Wonach ich dort genau suchte, weiß ich heute nicht mehr. Ich stöberte durch diverse Dokumentationen ohne direktes Ziel. Als meine Suche in Richtung „paranormale Phänomene“ ging, wurde mir plötzlich eine Folge der Show Ghost Adventures aus Amerika vorgestellt. Eine Ghost-Hunting-Show. Der Hit im Ammiland, schließlich sind die Amerikaner nicht ganz so spießig wie wir Deutschen – mehr als 40% glauben laut Studien an Geister und ein Leben nach dem Tod. Kein Wunder, dass es dort unzählige sogenannte „Ghost Hunter“ gibt.

Die mir vorgeschlagene Folge klang ganz interessant und da ich relativ gut Englisch verstehe und spreche, gab ich der Show einfach eine Chance, lehnte mich zurück und startete. Niemals hätte ich gedacht, dass es mich so wahnsinnig faszinieren könnte.

Zum heutigen Zeitpunkt läuft Staffel 16 in Amerika. Das heißt, die Show gibt es bereits seit 16 Jahren und sie ist immer noch so spannend, wie zu Beginn. Das kann ich locker behaupten, denn nachdem ich in die eine Folge reingeschnuppert habe, suchtete ich eine nach der anderen. Ich gruselte mich, ich hatte Gänsehaut, ich war fassungslos und überwältigt. Aber insbesondere war ich fasziniert und überzeugt.

 

Die besuchten Orte sind wahnsinnig interessant, wie z.B. hier in dieser Folge, als das Team zur Insel der Puppen in Mexiko-Stadt reiste!

 

In jeder Folge besuchen der „Anführer“ Zak Bagans und sein Team einen Ort auf der Welt, der laut Legenden oder persönlichen Erfahrungen von Geistern heimgesucht werden soll. Dort verbringen sie eine ganze Nacht und nutzen diverse elektronische Geräte, um Beweise für die Existenz von Geistern zu liefern. Unter anderem z.B. EVP-Rekorder (EVP = electronic voice phenomenon) Damit werden Stimmen aufgezeichnet, die für das menschliche Ohr zum Teil nicht hörbar sind. Aber auch die Night-Vision-Videoaufnahmen oder das Ovilus (welches Umweltmesswerte in Worte umwandelt), überzeugen mich von Folge zu Folge. Über die gesamte Show hinweg passen die „Ermittler“ ihr Equipment immer wieder an, arbeiten mit Wissenschaftlern zusammen und versuchen diverse Mythen und Legenden um einen Ort auch immer wieder zu widerlegen. Genau das macht die Show so glaubwürdig und interessant für mich. Es passieren nicht immer unfassbar aufregende Dinge. Aber es ist durchaus möglich. Gerade Lichtphänomene, unerklärliche Bewegungen von Möbeln oder Störungen des Magnetfeldes (die auf Geister hinweisen können), versucht das Team immer ausgiebig zu überprüfen um dem Zuschauer nicht irgendeine Lüge aufzutischen.

Es ist eine faszinierende Show um Zak, Billy, Jay und Aaron, die mir in den 16 Staffeln nun wirklich ans Herz gewachsen sind. Es sind wirklich harte (gutaussehende) Männer, die immer wieder von ihren Emotionen übermannt werden und dennoch für jeden Spaß zu haben sind. Ghost Adventures hat das besondere Etwas, weshalb sich diese Show aus allen anderen Ghost Hunting Shows abhebt. Nichts wirkt gestellt oder manipuliert. Es ist unheimlich glaubwürdig, weil es so realistisch dargestellt ist. Ein Blick in die Show lohnt sich definitiv. Eine Folge hat etwa 40 Minuten und dank zahlreicher YouTuber können wir in Deutschland die Folgen dort kostenlos schauen. In Amerika wird eine neue Folge jeweils am Samstagabend vorgestellt. Im Normalfall ist sie ab den Sonntag darauf bei uns verfügbar. Man sollte schon recht gut Englisch sprechen, um dem ganzen folgen zu können. Die Jungs sprechen aber schön langsam und deutlich, sodass auch Anfänger der Show eine Chance geben können.

Zak Bagans ist in Amerika mittlerweile sehr bekannt. Er produziert und führt nicht nur durch die Show, sondern leitet auch ein „Haunted museum“, in dem er Fundstücke aus seinen „Ghost Adventures Orten“ sammelt und präsentiert. Außerdem hat er eine sehr interessante Dokumentation namens „Demon House“ gedreht, die sich mit einem Fall beschäftigt, bei dem Kinder im eigenen Haus besessen waren. Schockierend, aber interessant anzusehen. Ich liebe Zaks Leidenschaft, die bei seiner Arbeit aus ihm heraussprudelt. Beim Anschauen muss ich ständig über ihn Schmunzeln und hänge ihm an den Lippen. Er hat einfach ein Händchen für das Übersinnliche. Übrigens ist er auch Autor mehrerer Bücher (auf Englisch), die seine Reise beschreiben, wie er überhaupt dazu kam, an Geister zu glauben und wie seine Untersuchungen an den Spukorten ablaufen. Ich hab die Bücher verschlungen und kann sie nur empfehlen.

Ich denke, wer nicht daran glaubt, wird mit der Show auch nicht glücklich werden. Wer allerdings offen für solche Themen ist, den wird Ghost Adventures einfach nur packen und nicht mehr loslassen. Macht euch auf sprachlose Momente, meterdicke Gänsehaut und aufgeregte Atemnot gefasst!

 

Viel Spaß und schönes Gruseln! 😉