„I’m writing…“ 01.10.2018

Mein aktuelles Schreibupdate sieht (für meine persönlichen Ansprüche) zur Zeit recht mau aus. Zumindest letzte Woche habe ich nicht aktiv am Manuskript zu „Roots of Life 2“ arbeiten können, weil es zeitlich einfach so knapp war und mein Kopf zu voll war. Auch das gehört zum Schreiballtag. Zudem kämpfe ich gerade wieder gegen das innere Teufelchen, welches mir hier und da gerne ein paar Selbstzweifel einredet. Erstaunlicherweise entstehen meine einzigen Schreibblockaden immer dadurch. Es ist nicht der kreative Impuls, der mir fehlt. Nein! Die Ideen habe ich. Ich weiß sogar, was der gute Taron aus „Roots of Life“ jetzt unbedingt tun muss damit Faye geholfen werden kann … falls es noch nicht zu spät ist. 😉 Aber trotzdem schaffe ich es nicht, mich hinzusetzen und die Worte in sinnvoller Reihenfolge zu schreiben.

Aus diesem Grund verrate ich euch im heutigen „I’m writing“-Beitrag, was ich in solchen Phasen tue und wie ich wieder einen klaren Kopf fürs Schreiben bekomme.

Schreiben funktioniert nicht mechanisch. Man kann nicht von Grund auf lernen ein Buch zu schreiben. Vieles passiert aus dem Gefühl heraus und ich persönlich bin ein absoluter Befürworter davon. Ich lasse meine Geschichten auch immer leben, ohne sie in irgendeine Richtung zu drängen. Wer sich beim Schreiben aber zu sehr von seinen Emotionen oder seiner emotionalen Verfassung leiten lässt, läuft letztlich auch Gefahr, dass genau diese Dinge blockierend sein können.

Mich ereilen solche Phasen regelmäßig. Und ich wage es einfach mal zu sagen, dass vermutlich kein Autor je davor sicher sein wird. Selbstzweifel gehören dazu. Sie können hemmen und blockieren. Sie können einem aber auch helfen zu wachsen. Ich zwinge mich nie zum Schreiben. Würde ich das tun, wüsste ich, wie grottenschlecht die Texte aussehen würden. Deshalb versuche ich es gar nicht erst. Was ich aber sehr gerne in solchen Zeiten mache ist es, mich anderen kreativen Aufgaben zu widmen. Für’s Schreiben muss man kreativ sein und Kreativität kann nur fließen, wenn man locker ist. Locker ist man nicht, wenn man kreisende Gedanken und inneren Druck hat. Stecke ich also in einer emotionalen Schreibblockade, schiebe ich das Manuskript zur Seite und konzentriere mich auf andere kreative Tätigkeiten. Letzte Woche habe ich beispielsweise viel Zeit mit meinem Bullet Journal verbracht. In das Thema lese ich mich gerade ein und ich hoffe, dass mir solch ein gutes Stück bezüglich meiner Effektivität beim Arbeiten und auch im sonstigen Leben helfen wird. Das Journal habe ich kreativ gestaltet und meinen Kopf dadurch einfach mal frei werden lassen.

Zudem schreibe ich negative Gedanken gerne auf. Nicht in Form eines Tagebuchs sondern einfach in Form einer Ansammlung all dessen, was mich gerade beschäftigt und bedrückt. Manchmal fühle ich mich danach leichter, als hätte ich es durch das Aufschreiben wirklich „hinaus gelassen“. 😉

Letztlich hilft mir auch die Konzentration auf ein anderes Projekt. Ich schreibe keine Bücher parallel, aber ich schaue bspw. immer wieder danach, welche Schreibwettbewerbe aktuell ausgeschrieben sind und wenn es vom Thema zu mir passt, suche ich mir da gerne etwas aus, wo ich mich einfach abseits der Geschichte, an der ich sonst sitze, schriftstellerisch ausleben kann. Das befreit und mein Kopf ist danach viel offener und freier für das aktuelle Manuskript. 🙂

Diese Woche werde ich definitiv zurück nach Dunnet Hale kehren. Es fühlt sich nämlich so an, als sollte ich da unbedingt etwas geradebiegen… ich sage nur „Faye“ und „Verlies“… 😉