„I’m writing…“ 17.09.2018

Gerade erst ist Roots of Life 1 erschienen und schon sitze ich mitten im Chaos von Teil 2. 😀

In der letzten Woche habe ich begonnen, die ersten Worte von Teil 2 zu schreiben. Zumindest der Prolog steht nun schon und ich befinde mich aktuell im ersten Kapitel. Bevor ich starten konnte, musste ein kleiner Rückblick her. Wer mich kennt weiß, dass ich definitiv kein Freund von zu viel Planung im Voraus bin, allerdings habe ich damals bei der SeelenMeer-Trilogie recht schnell bemerkt, wie schwierig es in den Folgeteilen wird, wenn es nicht zumindest hier und da ein paar Übersichten und Gedankennotizen gibt. Auch einen groben Ablauf des Buches weiß ich im Voraus, plotte allerdings nie auch nur ein einzelnes Kapitel. Das darf sich ohne feste Struktur frei entfalten. 😉

Begonnen habe ich also mit einer Übersicht, die alle wichtigen Protagonsten / Antagonisten aufzeigt und noch einmal das Geschehene im ersten Teil wiedergibt. So habe ich mir einfach noch mal in Erinnerung gerufen, bei wem was passiert ist und kann nun intensiver und konzentrierter weiterarbeiten, ohne die ständige Angst im Nacken, irgendeine „Protagonistenbaustelle“ zu vernachlässigen. 😉 Wie dieses Übersichtsgekritzel aussieht, könnt ihr auf dem Bild erkennen. Einige Bereiche sind unscharf gemacht, aus dem einfachen Grund, weil noch nicht jeder – der diesen Beitrag liest – auch das Buch gelesen hat. 😉

Im letzten Wochenrückblick habe ich es bereits gesagt: Eigentlich wollte ich noch gar nicht beginnen. Ich lasse die Gedanken gerne erst eine Weile in meinem Kopf wirken und wachsen, bevor ich mich ans direkte Schreiben wage. Diesmal war es allerdings so, dass mir plötzlich – mitten aus dem Nichts – die Idee für den Prolog kam und zwar früher als gedacht. 😀 Warum also nicht aufschreiben, bevor sie wieder verschwunden ist? Beim Prolog bzw. Buchanfang lege ich immer viel Wert darauf, direkt im Geschehen zu sein und wenn möglich von Emotionen (egal welchen) überflutet zu werden. Ich wünsche mir Leser, welche die ersten Zeilen lesen und denken: „Woooah… WTF?!?!“ 😀 😉 Deswegen lasse ich den Prolog meist sofort Testlesen und erfrage – ohne jegliche Info darüber, wie ich mir wünschen würde dass er wirkt – wie er denn letztlich wirklich auf den Leser gewirkt hat. Dann sehe ich, ob er seinen Zweck erfüllt.

 

Und jetzt dürft ihr exklusiv einmal in die ersten Worte von Roots of Life 2 schnuppern! 🙂

 

„Roots of Life 2: Lebensflucht“ – Prolog

Meine Schritte rascheln und knistern auf dem gefrorenen Waldboden. Es ist ein unvergleichbarer Lärm zwischen den riesigen Stämmen mit ihren schneebedeckten Baumkronen. Beinahe wirkt es aufdringlich, wie sich meine Füße mit jedem Schritt durch das Weiß kämpfen.
Ich schlurfe, denn ich bin erschöpft.
Die Hand, in der ich den Eimer trage, ist rot und die Fingerspitzen fühlen sich taub an. Immer wieder rutscht der eisige Henkel über meine Fingerknöchel und ich greife schnell danach, bevor er zu Boden geht.
Das Wasser schwappt.
Am Haus muss es noch mindestens ein Drittel mehr gewesen sein. Langsam sinkt die spiegelnde Flüssigkeit ab. Doch sie wird reichen.
Das tut sie immer.