Über mich

Oft werde ich gefragt:

„Sag mal, wie bist du eigentlich zum Schreiben gekommen?“

Und dann schmunzle ich leicht vor mich hin und antworte:

„Durch das Meer.“

Daraufhin ernte ich zahlreiche skeptisch-hochgezogene Augenbrauen und fragende Blicke. Aber es ist tatsächlich so. Im Sommer 2016 habe ich meinen Urlaub am Meer verbracht, mit tollstem Sommerwetter, Sonnenschein ohne Ende, Wärme und meiner verrückten Labradorhündin Toffee, die nichts besseres zutun hatte, als sich den ganzen Tag im Sand zu kugeln. Es war ein wirklich traumhaft schöner Urlaub, der mich aus dem stressigen Alltag holte und mir einmal mehr bewusst machte, welche Möglichkeiten des Leben für einen bereit hält, neben all den festen Strukturen, Erwartungen und vorgegebenen Wegen. Die Weite des Meeres und die Leichtigkeit des Gefühls in diesem Urlaub hat in mir einen Schalter umgelegt, mir Mut geschenkt und mich in die richtige Richtung geschickt.

Seitdem schreibe ich und kann nicht mehr aufhören.

Dazu muss ich aber sagen, dass ich schon immer gerne gelesen und geschrieben habe. Mein Taschengeld ließ ich nicht selten schon als Kind im örtlichen Buchladen und das änderte sich auch nicht während ich älter wurde. Auch das Schreiben war stets Teil meines Lebens – nur wusste ich nie so richtig in welcher Form es zu mir passt. Der Drang zu schreiben war immer in mir, doch was und wie und warum und wo? Ich habe es mit zahlreichen Tagebüchern versucht, Blogs, Kurzgeschichten und ähnlichem. Aber ein ganzes Buch zu schreiben?

Das würde ich doch niemals schaffen. Und wer sollte das denn lesen? Kann ich das denn überhaupt?

Erst der nötige Mut hat es mich einfach machen lassen. Was sollte schiefgehen, außer das es niemand liest? Und das ist zum Glück nicht eingetroffen.

Das Schreiben ist für mich eine Art „nach Hause kommen“. Es fühlt sich wie etwas an, nach dem ich lange gesucht habe, ohne es überhaupt zu wissen. Wenn ich schreibe bin ich in meiner eigenen Welt und es gibt kaum Orte in meinem Leben, an denen ich mich wohler fühle, als in meinen Geschichten.

Und deshalb werde ich immer wieder antworten, dass es das Meer war, welches mich auf diesen Weg geschickt hat. Es hat mich angestupst und gesagt:

„Wege müssen nicht immer geradeaus gehen. Sie dürfen kurvig sein und auch mal in Sackgassen führen. Du weißt nie, hinter welcher Abzweigung deine Träume lauern.“

Und so ist es.

Hinter einer Kurve wartete das Leben als Autorin auf mich.

Ich liebe es.

Toffee und ich in besagtem Sommerurlaub