Textauszug „SeelenMeer 2: Der Hauch des Lebens“

 

Aus Spoiler- und Spannungsgründen wurde die Leseprobe gekürzt und aus verschiedenen Szenen für dich zusammengestellt.

 


 

[…]

Je älter wir wurden, desto uninteressanter wurde das Mysterium Ava Palmer für uns. […]

Doch am Abend meines Unfalls kam sie mir sofort in den Sinn und meine Zweifel an ihrer Gabe fanden zwischen all meiner Panik, Verwirrtheit und dem Schock keinen Platz mehr. Ich wollte einfach nur, dass mir jemand hilft. Irgendjemand, der eine Ahnung von diesem ganzen Zeug hat und mir sagen konnte, was ich nun tun musste. Alles war mir in diesem Moment lieber, als vor meiner eigenen Leiche an dem zertrümmerten Wagen zu stehen.
Ich war unheimlich froh, als ich durch den Vorgarten der Palmers ging und im hinteren Teil des Hauses trotz der späten Uhrzeit noch Licht brennen sah. […]

Ich rief oder schrie nicht, denn ich wollte niemanden auf mich aufmerksam machen, den ich gerade nicht gebrauchen konnte. Damals konnte ich nicht wissen, dass mich sowieso niemand hören können würde. Niemand außer denen, die dafür bestimmt waren. […]

Mit leisem Klopfen vor die Fensterscheiben erreichte ich endlich, was ich wollte. Es dauerte einen Moment, doch dann nahm ich eine Bewegung in dem Zimmer wahr und die Vorhänge wurden zur Seite geschoben.
Mrs. Palmer legte beide Hände an die Scheibe, um das Licht des Raumes damit abzuschirmen und draußen etwas zu erkennen.
Sie blickte mir genau in die Augen und ihr Gesicht erstarrte vor Schreck.
Keine zwei Sekunden später hatte sie das Fenster geöffnet.
„Was machst du denn hier draußen, mitten in der Nacht bei diesem Wetter, mein Junge?“ Mrs. Palmer hatte diese großmütterliche Art an sich, die jedem sofort das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit vermittelte, egal wie ausweglos die eigene Situation gerade war. […]

Mrs. Palmer bat mich sofort herein und wir trafen uns wenig später an der Haustür, von der aus sie mich in ihr Arbeitszimmer führte. […]

Ich sollte mich setzen, doch das wollte ich nicht. Stillsitzen konnte ich in diesem Moment überhaupt nicht.
Irgendjemand musste mir glauben.
Und mir helfen!
„Ich hole dir jetzt doch ein Glas Wasser.“, entschied Ava, obwohl ich es zuvor deutlich abgelehnt hatte.
Das trieb mich noch mehr auf die Palme.
„Ich brauche kein verdammtes Glas Wasser!“, schrie ich fast und sah ihren besorgten Blick zur Tür wandern. […]

„Du bist nicht tot, Junge! Wie heißt du?“
Ich sollte nicht tot sein?
Wie kam sie darauf?
Träumte ich?
Was geschah dort?
Ich hatte mir erhofft, dass Mrs. Palmer mir helfen würde.[…]

„Was? Was bin ich?“, sprang ich schon wieder auf und Ava drückte mich erneut in den Sessel.
„Wie ist dein Name?“

„Corey. Corey Lankford.“ Ich sprach so unsicher, als wüsste ich selbst nicht mehr, wer ich eigentlich war.
„Okay, hör mir zu, Corey!“, Ava ließ sich neben mir nieder und legte eine Hand auf meinen Arm. „Du bist nicht tot. Ich würde dich sonst gar nicht sehen, denn ich sehe keine Toten!“

„Wenn ich nicht tot bin, wie konnte ich mich dann selbst in dem Wagen liegen sehen?“ […]

 


 

Oh, du siehst es wird spannend!

Corey erhält im zweiten Teil der SeelenMeer-Trilogie endlich eine Stimme und erzählt selbst, was am Tag seines Todes mit ihm geschehen ist. Aber offensichtlich stecken da eine Menge Geheimnisse drin. Wird Hannahs Grandma die Hilfe sein, die er sich erhofft hat? Wie konnte er sich selbst in dem Wagen liegen sehen und doch nicht tot sein? Und was um Himmels willen passiert denn noch, dass er letztlich doch an diesem Abend stirbt? 😉

Fragen über Fragen!

Wenn du mir deine Meinung zur Leseprobe schicken möchtest, freue ich mich total darüber: kontakt@thalea-storm.com