Eine Reise durch die Welten – und zu mir selbst

 

 

Vor einigen Tagen musste ich tatsächliche das Worte „ENDE“ unter den letzten Teil der SeelenMeer-Trilogie schreiben. Obwohl das Ende der Geschichte für mich absolut rund und befriedigend ist (für euch auch? wer weiß… 😉 ), ist mir das gar nicht so leicht gefallen, schließlich beschäftigt mich diese Story nun bereits fast ein Jahr.

Mir wurde ab und zu die Frage gestellt, warum ich mir das Thema Tod ausgesucht habe. Es wäre doch so ein schmerzhaftes Thema, worüber man nicht gerne liest. Ich glaube, genau deshalb habe ich es gewählt. Wie jeder Mensch da draußen, habe auch ich unfassbare Angst vor dem Tod, dem Ungewissen, der Endlichkeit. Das Schreiben der Trilogie hat mir die Möglichkeit gegeben, mich nicht nur ausführlich damit auseinanderzusetzen, sondern auch eine Welt zu erschaffen, die mich tröstet und beruhigt. Wer weiß schon, ob es da draußen so etwas wie Coreys Zwischenwelt gibt? Oder die Schattenwesen? Oder den Dunklen? Mir gefällt die Vorstellung, dass es danach irgendwie weitergeht. Wie auch immer. Dass wir für eine gewisse Zeit bei unseren Lieben bleiben können, sie weiterhin sehen und spüren. Dass wir irgendeine Art von Erlösung finden können.

Eine ältere Frau, die kurz nach dem unerwarteten Tod ihres Mannes den ersten Trilogieteil las, sagte mir einst: „Das macht mir Mut. Vielleicht gibt es das ja wirklich und er ist hier irgendwo bei mir.“ Diese Worte haben mich sehr berührt und ich werde sie niemals vergessen. Schreiben ist so viel mehr, als eine bloße Geschichte aufs Papier zu klatschen…

Dennoch hatte ich einige Hürden zu überwinden. Persönliche. Was ist realistischer und härter, als ein Spiel zwischen Leben und Tod? Manchmal war es nicht einfach für mich, die Erfahrungen und das Erleben der Protagonisten auszuhalten. Als Autor neigt man dazu, seine Schäfchen gerne beschützen und behüten zu wollen. Doch das ist nicht immer möglich. Und nicht glaubwürdig. Denn das Leben selbst ist nun mal nicht rosarot. Oft habe ich meine eigenen Erfahrungen mit dem Tod einfließen lassen, vor allem wenn es um Hannahs Gedankenwelt und ihre Gefühle geht. So konnte ich mich nicht nur besser in sie hineinversetzen, sondern habe das Thema auch viel bewusster durchlebt.

Wie all meine Bücher, in denen so viel Persönlichkeit von mir steckt, wird mir die gesamte Trilogie sehr fehlen. Ebenso wie die Protagonisten, ihre Reise, ihre Entwicklung. Aber mit dem Ende der Reihe bin ich nun auch bereit für neue Abenteuer, in die ich mich mit genauso viel Leidenschaft stürzen werde, wie in meine bisherigen Werke.