Themenwoche „Gemeinsam gegen einsam“ – Borderline Persönlichkeitsstörung

 

 

Am letzten Tag unserer Themenwoche zum Leben mit psychischen Erkrankungen, möchte ich euch heute einen kleinen Einblick in die Borderline Persönlichkeitsstörung geben.

Was ist die Borderline Persönlichkeitsstörung eigentlich?

Eine klare Definition ist schwer zu finden, denn die Störung ist sehr komplex. Es ist eine psychische Erkrankung, die sich vor allem in instabilen zwischenmenschlichen Beziehungen und dem eigenen Selbstbild äußert. Gekennzeichnet ist sie durch Symptome wie hohe Impulsivität, Gefühlsschwankungen, „Schwarz-Weiß-Denken“ und selbstverletzendes Verhalten.

(Wie sich die Krankheit im Umgang mit Angehörigen äußert, wie der Alltag aussieht oder auch welche Therapieformen es gibt, findet ihr von mir beantwortet in den Tagesfragen unserer Themenwoche und zwar HIER)

 

Ich möchte euch die Erkrankung vor allem veranschaulichen, sodass sie weniger theoretisch, sondern für jeden von euch greifbar ist. Dazu habe ich verschiedene Medien zusammengestellt, die sich mit der Thematik beschäftigen:

 

Wie fühlt sich die Erkrankung an? Das Gedicht einer Betroffenen beschreibt das sehr deutlich.

 


 

Auch Musik kann wahnsinnig viel bewegen. Menschen, die unter einer Borderline Persönlichkeitsstörung leiden, wurden gefragt, welche Songs ihnen helfen, wenn die Erkrankung sich mal wieder in voller Blüte zeigt.

Dazu ist eine tolle Playlist entstanden. Schaut mal hier:

20 Songs That Help People With Borderline Personality Disorder Through Tough Moments

 


 

Bei meiner Recherche fand ich zudem einen eindrucksvollen Blogbeitrag einer Borderline Patientin. Sie schrieb eine Woche lang in Form eines Tagebuches ihre Gedanken, Gefühle und Emotionen im Alltag auf. Ein erschreckend ehrlicher und sehr bedrückender Einblick, den ich euch nicht vorenthalten möchte.

Da in diesem Beitrag selbstschädigendes Verhalten, suizidale Gedanken u.ä. genannt werden, bitte ich selbst betroffene Leser, sich darüber im klaren zu sein, dass die Texte und Bilder triggern können und sich ggf. Hilfe bei Freunden, Familie oder Fachpersonal zu holen!

 

>>> Zum Tagebuch <<<

 


 

 

 

Wenn Worte nicht mehr reichen, gibt es auch andere Ausdrucksformen – wie zum Beispiel das Zeichnen! Eine Borderlinepatientin hat ihre Krankheit und die dazugehörigen Emotionen und Stimmungen in beeindruckenden Zeichnungen verarbeitet. In diesem Video präsentiert sie diese.

 


 

Ich hoffe, ich konnte euch auf eine etwas andere Art und Weise einen Einblick in diese komplexe und schwerwiegende Erkrankung geben und bedanke mich in diesem Zusammenhang bei allen Blogs und Lesern, die diese Themenwoche mit mir gestaltet haben! Es ist wichtig, über „Tabuthemen“ zu reden – nur so können wir dafür sorgen, dass wir irgendwann ALLE eine Gemeinschaft bilden. Egal ob krank oder gesund.