Wie man wächst und gedeiht…

Vorhin lag ich mit Frauchen auf dem Balkon und hab mich ausgiebig von ihr bürsten lassen. Ihr wisst schon – altes Muff-Fell und so. Das muss ja auch raus. Ist sowieso viel zu warm bei dieser Hitze.

Jedenfalls lag ich so in der Sonne und ließ sie mal die Arbeit machen, als sie mich ganz doll lobte und erzählte, dass ich sooooo ein großes Mädchen geworden bin, weil ich beim Bürsten nicht mehr rumkaspere. Das hab ich früher gerne gemacht. Sobald die Olle mit der Bürste kam hab ich mich einfach auf den Rücken gerollt. Was für ein Spaß – für mich zumindest.

Nun ja.

Frauchen hatte scheinbar Quasselkekse gefuttert ( Warum hab ich keinen abgekriegt? ) und hörte gar nicht mehr auf zu reden. Sie sagte, dass man nur wachsen könne, wenn man jemanden hat, der an einen glaubt. Und weil sie immer daran geglaubt habe, dass ich eines Tages ein bisschen vernünftiger werde und mich dabei unterstützt hat zu lernen, wie man Ruhe bewahrt, fällt es mir heute etwas leichter.

Als ich zu ihr hoch gesehen habe und mit der Rute klopfte, krabbelte sie mir ganz angenehm hinter den Öhrchen und verriet mir, dass sie sich wünschen würde, dass auch mehr Leser ihre Autoren dabei unterstützen würden, in sich selbst zu wachsen.

Ich hab sie ein bisschen verpeilt angeguckt. Ich meine, dieser ganze Schreibkram von ihr ist echt verwirrend, aber sie redete einfach weiter und ich kann euch sagen, sie klang plötzlich richtig traurig. Frauchen würde auch gerne weiter wachsen können. Sie will lernen, sich verbessern und noch tollere Geschichten für ihre Leser schreiben. Aber irgendwie kann sie das nicht, wenn sie so wenig Feedback erhält.

Feedback – das Wort hab ich heute gelernt.

Rückmeldung, sagt sie dazu. Sie findet, viel mehr Autoren sollten von ihren Lesern Rückmeldungen bekommen, am besten in Form von Rezensionen (puuuuh – schweres Wort). Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das doch echt nur ein Klick. Ein Pfotenschlag auf die Tastatur, Sternchen vergeben, 2-3 Worte schreiben (geht mit Quasselkeksen super leicht, ich rede aus Erfahrung) und das wars. Das könnte sogar ich. 😉

Frauchen liebt mich, sagt sie und das merke ich auch. Und weil sie mich so liebt, hilft sie mir jeden Tag, aus meinen Fehlern zu lernen und mich weiterentwickeln zu können. Ich sags euch: Mein Herzchen klopft wie verrückt, wenn sie mir erzählt, wie stolz sie auf mich ist. Das motiviert mich richtig, mir noch mehr Mühe zu geben, noch besser zu werden, noch mehr mitzumachen.

Und Kumpels – ganz unter uns gesagt: Ich glaube, so geht es den Autoren dieser Welt da draußen auch. Sie alle brauchen sowas wie ein Frauchen oder Herrchen, dass an sie glaubt und ihnen diese – Achtung, schweres Wort – Rezensionen schreibt. Sie wollen doch wissen, was sie gut und was sie schlecht machen, um für euch und sich selbst noch besser zu werden.

Tut mir den Gefallen, ja? Wenn ihr ein Buch gelesen habt das euch gefällt, dann bewertet es, erzählt den Leuten davon, redet darüber. Das ist für euch nur ein ganz kleiner Akt der Anstrengung, aber für Autoren, wie mein Frauchen, bedeutet es so viel mehr…

Ich danke euch.

Schlabberschmatzi.

Eure Toffee…