Meine Schreib-Playlist

Ich denke wir sind uns alle einig, dass Musik unheimlich inspirieren kann.

Für jede Stimmung, Laune oder Situation im Leben gibt es einen passenden Song.

Wenn ihr so wie ich seid, dann könnt ihr euch sehr gut in gewisse Lieder einfühlen, den Text verstehen, ihn auf eure Lebenssituation anwenden und daraus Kraft schöpfen.  Oder ihr nutzt sie einfach zum schwach oder wütend sein und richtig ausheulen. Beides ist in Ordnung.

 

Obwohl ich beim Schreiben selbst absolute Ruhe brauche, nutze ich Musik gerne, um mich im Voraus auf gewisse Kapitel einzustimmen. Sie hilft mir, mich in die jeweilige Situation des Protagonisten zu versetzen, sein Denken, Fühlen und Handeln zu verstehen. Einige dieser Songs möchte ich euch heute in meiner ganz persönlichen Playlist vorstellen. Ich habe versucht, kleine Überschriften für die einzelnen Stimmungen in den Kapiteln zu finden, sodass ihr sehen könnt, wann ich welches Lied nutze.

Am Ende stelle ich euch samt YouTube-Video meine Top 3 noch näher vor. <3

 

Meine Playlist

… für traurige Liebesszenen
  • A Great Big World – Say Something
  • James Blunt – Same Mistake
  • Rosi Golan – Can’t go back
  • The Fray – Be still

 

… bei Umbruch oder Neuorientierungsszenen
  • Aimee Mann – Wise up
  • Cary Brothers – Belong
  • Courrier – Between
  • The Fray – Never say neve

 

… bei inneren Monologen / innerer Verzweiflung
  • Athlete – Wires
  • Birdy – Skinny Love
  • Five for Fighting – Superman (Its not easy)
  • Radiohead – Creep
  • Ryan Star – Losing your Memory

 

… bei Partyszenen
  • Calvin Harris – Feel so close
  • Dexy’s Midnight Runners – Come on Eileen

 

… bei euphorischen Szenen
  • Ed Sheeran – Castle on the Hill
  • Grouplove – Let me in
  • Ross Copperman – Holding on and letting go

 

… bei romantischen Szenen
  • Elton John – Tiny Dancer
  • John Legend – All of me
  • Sophie B. Hawkins – As I Lay Me Down
  • Ed Sheeran – Photograph

 

… bei sehr gefühlsintensiven Szenen (positiv und negativ)
  • Kaleo – Way down we go
  • LP – Lost on you
  • M83 – Wait
  • Placebo – Running up that hill
  • Placebo – Every You Every Me

 

Meine Top 3 – Mit Begründung 😉

 

 

Ed Sheerans „Castle On The Hill“ ist ein Song, der mich immer wieder mitten ins Herz trifft. Nehmt euch einen Moment Zeit und lasst euch auf den Song, seine Bedeutung und das Lied ein. Ed befindet sich als Erwachsener auf Heimreise und erinnert sich während seiner Fahrt an seine Kindheit in England. Er beschreibt seine Freunde, die er getroffen und verloren hat, die Erfahrungen, welche er sammeln konnte und wie diese Menschen ihn beim Erwachsenwerden geprägt haben. Es ist nicht alles schön, was er dort singt, aber es zeigt, wie die Menschen in unserem Leben uns zu dem Menschen machen, der wir eigentlich sind. Der Song weckt ein nahezu nostalgisches Gefühl in mir und ich blicke selbst mit einem lachenden und einem weineneden Auge auf meine Kindheit und Jugend zurück. Manchmal vergisst man, wer man ist und woher man kommt, was einen geprägt, geführt und herausgefordert hat. Dafür liebe ich „Castle On The Hill“. Es gibt keinen Song, der ein vergleichbares Gefühl in mir weckt. <3

 

 

M83’s Song „Wait“ ist ein Song, in den jeder ein Stück von sich selbst hineininterpretieren kann. Das erste Mal begegnet ist er mir im Film „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ und hat mich seitdem nicht mehr losgelassen. Dieser Song ist sicher etwas „alternativ“ und doch stecken in ihm meine verzweifeltesten Lebensmomente und gleichzeitig meine kämperischsten. Die Steigerung in dem Lied, von ganz ganz leise auf laut und nahezu befreiend, berührt in mir viele wunde Punkte. Zum Beispiel, dass wir alle nie genügend Zeit haben werden. Dass das Leben endlich ist und wir unsere Träume packen und leben müssen, bevor wir nicht mehr dazu kommen. Ich kann zu dem Lied weinen wie ein Baby und gleichzeitig aufspringen und sagen: „So, jetzt packe ichs an und verändere die Welt“. 😉 Wenn man sich darauf einlässt, ist er einfach unheimlich intensiv und vereinbart so viele Gefühle, die letztlich zu einem großen Ganzen werden.

 

 

Wenn ein Song bei mir nicht fehlen darf, dann ist es „Creep“ von Radiohead. So ein intensiver, schmerzvoller und verzweifelter Song. Wer kennt es denn nicht? Man verliebt sich oder trifft auf einen bemerkenswerten Menschen und fühlt sich neben ihm total nichtig und klein? Davon handelt dieses Lied, wie wir uns nach jemandem sehnen, nach seiner Anerkennung, danach, dass er uns vermisst, wenn wir nicht in seiner Nähe sind. Wir wollen besonders sein, vergleichen uns mit jedem Zentimeter von ihm und können dabei nur verlieren. Wir sind ein Nichts. Ein Niemand. Natürlich ist es nicht so, aber dieses Gefühl wird jeder schon mal in sich getragen haben. Selbstzweifel sind unsere schlimmsten Feinde und der Song begleitete mich schon durch sehr viele schlimme Phasen und hilft mir immer wieder, mich auch in meine Protagonisten zu versetzen, die solche Momente durchleben.

 


 

Das war sie – meine ganz persönliche Playlist und die Top 3 der Songs, die mich unheimlich berühren.
Welche Songs begleiten euch schon eine Weile und warum? Teilt mir doch gerne eure Gedanken mit. Vielleicht finde ich dann den nächsten, der auf meiner Schreib-Playlist landet. 😉